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Elling

Schauspiel

Schauspiel von Axel Hellstenius
nach dem Roman "Blutsbrüder" von Ingvar Ambjørnsen
Aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs

Uraufführung: 10.04.1999, Oslo Nye Teater Centralteateret, Oslo

DSE: 20.03.2003, Schmidts Tivoli, Hamburg

Australische Erstaufführung: 20.03.2003, Belvoir Theater, Sydney

Österreichische Erstaufführung: 14.10.2003, Theater Drachengasse, Wien

Schweizer Erstaufführung: 13.01.2004, Theater Neumarkt, Zürich

Englische Erstaufführung: 25.04.2007, The Bush Theatre. London

Sechs Schauspieler (drei Frauen, drei Männer)

Alternativ: Vier Schauspieler (eine Frau, drei Männer)

Drei Bühnenbilder

Zum Stück

Das Leben kann sehr leicht wie ein Hürdenlauf wirken, wenn es Mut erfordert, ans Telefon zu gehen oder ein Restaurant zu durchqueren. Für Elling und seinen Freund Kjell Bjarne sind die alltäglichen Probleme, mit denen sie nach der Entlassung aus der psychiatrischen Klinik konfrontiert werden, eine echte Herausforderung. Elling, der sich selbst als Muttersöhnchen bezeichnet, neigt zu Übertreibungen jeder Art, ist besserwisserisch, eigenwillig und dabei sehr, sehr ängstlich. Selbst ein klingendes Telefon empfindet er schon als Bedrohung, gegen die er sich zur Wehr setzen muss. Sein bäriger "Blutsbruder" Kjell Bjarne verfolgt mit stoischer Hartnäckigkeit die zwei großen Interessen seines Lebens: Essen und (endlich!) Sex mit einer Frau haben. In schwierigen Situationen - und davon gibt es täglich mehr als genug - neigt er dazu, seinen Kopf gegen die Wand zu schlagen. Sonst ist er sehr gutmütig und ein echter Kumpel.

Um die beiden neurotischen Helden wieder in die "normale" Gesellschaft einzugliedern, stellt ihnen der norwegische Staat eine Wohnung und den Sozialarbeiter Frank, der ihnen mühsam ein paar Regeln beibringt: telefonieren, einkaufen, ausgehen. Nach anfänglichen Katastrophen, astronomisch hohen Rechnungen für Telefonsexanrufe (schließlich muss man das Gelernte anwenden) und einigen emotionalen Krisen entwickeln die beiden aber tatsächlich Spaß am Leben "draußen". Als Kjell Bjarne endlich eine Frau kennen lernt - sie fällt ihm am Weihnachtsabend sturzbetrunken und hochschwanger vor die Füße - entdeckt Elling seine Liebe zur Poesie und verfasst eigene Gedichte, die er -anonym natürlich - in Supermärkte einschmuggelt und in Sauerkrautverpackungen versteckt.

Elling ruft durchaus Assoziationen an "Forest Gump", "Rain Man" und "Einer flog über das Kuckucksnest" wach, doch das Stück vermeidet konsequent alle auftretenden Pfade der Nervenheil-Dramaturgien. Die Art, in der Elling über die Wechselfälle des Lebens und den Zustand unserer modernen Welt philosophiert, ist von unbestechlichem Charme, hat Intelligenz, Witz und zeugt von einem scharfsichtigen Durchblick, den man diesem unheroischen Helden zunächst gar nicht zutraut. Über die skurrilen Probleme und Ängste, mit denen sich Elling & Partner herumschlagen, können wir herzhaft lachen, doch die Themen, die das Stück aufgreift, berühren ganz zentrale philosophische und emotionale Fragen unserer Existenz. Wie oft sind die "echten" Katastrophen die inneren Krisen - und nicht die äußeren Umstände? Neben vielen anderen Einsichten vermittelt Elling einen wichtigen Gedanken: Die größte Herausforderung liegt im Wagnis, sich der Welt zu stellen.

Rollen und Instrumentierung

6 Darsteller

3 Damen | 3 Herren | 0 Nebenrollen |

Alternativ: eine Frau, drei Männer

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Dekorationen

Autoren, Komponisten und Übersetzer

Buch: Axel Hellstenius

Mitwirkung: Petter Næss

Vorlage: Ingvar Ambjørnsen

Übersetzung: Gabriele Haefs

Aufführungen

07.12.2009 - 30.12.2009 | Schauspielhaus Graz (Weitere Aufführung(en))

23.12.2009 - 03.01.2010 | Hamburger Kammerspiele (Weitere Aufführung(en))

31.12.2009 | Theaterhaus Stuttgart (Weitere Aufführung(en))

12.01.2010 - 17.01.2010 | Schubert Theater (Weitere Aufführung(en))

13.01.2010 | Deutsches Nationaltheater Weimar (Weitere Aufführung(en))

09.02.2010 | Thurgauerhof Weinfelden (Tournee Aufführung(en))

13.03.2010 | Theatersaal Alte Fabrik Rapperswil-Jona (Tournee Aufführung(en))

29.04.2010 | Kursaal Bad Mergentheim (Tournee Aufführung(en))

01.05.2010 - 30.06.2010 | Bühne Heidenreichstein (Premiere)

02.05.2010 | KUBITZ Unterhaching (Tournee Aufführung(en))

02.05.2010 | Kirchengemeindehaus Schöftland (Tournee Aufführung(en))

01.06.2010 | Karl Schubert Haus Mariensee (Premiere)

21.08.2010 | Kur-Theater Hennef (Premiere)

02.12.2010 - 30.12.2010 | Hamburger Kammerspiele (Weitere Aufführung(en))

02.12.2010 - 30.12.2010 | Hamburger Kammerspiele (Weitere Aufführung(en))

30.03.2011 - 01.04.2011 | Hamburger Kammerspiele (Weitere Aufführung(en))

01.04.2011 | QUASI SO - Theater (Premiere)

28.04.2011 - 21.05.2011 | QUASI SO - Theater (Weitere Aufführung(en))

02.09.2011 | Schauspielhaus Neubrandenburg (Premiere)

23.12.2011 | Hamburger Kammerspiele (Premiere)

18.02.2012 | Schleswig-Holsteinische Landestheater (Premiere)

03.01.2013 | Hamburger Kammerspiele (Weitere Aufführung(en))

09.01.2013 | Wallgraben Theater Freiburg (Premiere)

01.02.2013 | Komödie Dresden (Premiere)

09.02.2013 | Staatstheater Schwerin gGmbH (Premiere)

22.03.2013 | Theater Hof (Premiere)

21.01.2014 | Volkstheater Wien (Premiere)

22.01.2014 | Volkstheater Wien (Premiere)

01.03.2014 | Staatstheater Cottbus (Premiere)

01.12.2014 | Hamburger Kammerspiele (Wiederauffnahme)

17.01.2015 | TfN - Theater für Niedersachsen (Premiere)

07.03.2015 | Theater Freiberg (Premiere)

06.06.2015 | Das Theater an der Effingerstraße (Premiere)

26.02.2016 | Freilichtbühne Billerbeck e.V. (Premiere)

07.07.2017 | Landestheater Oberpfalz (Premiere)

07.10.2017 | Altenburg-Gera Theater GmbH (Premiere)

14.01.2018 | Altenburg-Gera Theater GmbH (Premiere)

Genre und Katalog

Genre: Schauspiel

Katalog: Schauspiel und Komödie

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