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Martha Jellneck

Schauspiel

Schauspiel nach dem gleichnamigen Drehbuch
von Beate Langmaack
Für die Bühne eingerichtet von Knut Koch

Uraufführung: 20.02.2004, Hamburger Kammerspiele

Vier Schauspieler (zwei Frauen, zwei Männer) Statisterie

Ein Bühnenbild

Zum Stück

Fotos können Geschichten erzählen. Schöne, traurige, furchtbare. Manchmal holen sie Menschen, die uns schon verlassen haben, für einen Moment in die Gegenwart zurück. Als Martha Jellneck zufällig das Foto eines Mannes in der Werbebroschüre ihres Menüdienstes sieht und erfährt, dass er genauso heißt wie ihr 1944 in Frankreich gefallener Halbbruder, beginnt eine spannende Kriminalgeschichte, die mit der Vergeltung eines grausamen Kriegsverbrechen endet. Ein privates Rachedrama mit politischer Dimension, das 1988 mit Heidemarie Hatheyer und Dominique Horwitz in den Hauptrollen verfilmt wurde.

Martha Jellneck ist 72 Jahre alt, leidet unter Arthrose und lebt allein mit ihrem Hund im dritten Stock eines Mietshauses. In irgendeiner deutschen Großstadt. Wegen der Schmerzen, die ihr jede Bewegung bereitet, hat sie ihre Wohnung seit Jahren nicht mehr verlassen. Thomas, ein junger Zivildienstleistender, bringt ihr nicht nur täglich ein warmes Mittagessen, sondern sorgt auch für Abwechslung in ihrem sonst so eintönigen Tagesablauf. Von ihm erfährt sie in amüsant vorgetragenen Geschichten, was in der Welt "draußen" passiert. Thomas ist es auch, der ihr von Franz Laub (dem Mann auf dem Foto) erzählt. Dass dieser Laub auch noch am selben Tag und im selben Jahr geboren sein soll wie ihr verstorbener Halbbruder, irritiert sie. Martha Jellneck beginnt mit Nachforschungen und rekonstruiert eine Geschichte, die sich als ungeheuerliches Täuschungsmanöver eines ehemaligen SS-Offiziers herausstellt, der während des Krieges ein französisches Kind erschossen hat. Marthas Halbbruder war Zeuge dieser Tat...

Der Film erhielt das Prädikat "besonders wertvoll". In der Begründung der Filmbewertungsstelle Wiesbaden heißt es u.a.: "Besondere Anerkennung zollt der Bewertungsausschuss dem dramaturgischen Aufbau dieser Geschichte, die ihre Inhalte hauptsächlich durch die Selbstgespräche der alten Frau unaufdringlich vermittelt und den Kriminalfilm, der sich plötzlich anbietet, zugunsten der psychologischen Entwicklung eingrenzt."

Rollen und Instrumentierung

4 Darsteller

2 Damen | 2 Herren | 0 Nebenrollen |

Statisterie

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Dekorationen

Ein Bühnenbild

Autoren, Komponisten und Übersetzer

Bearbeitung: Knut Koch

Vorlage: Beate Langmaack

Genre und Katalog

Genre: Schauspiel

Katalog: Schauspiel und Komödie

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