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Elling-Monolog nach dem gleichnamigen Roman von Ingvar Ambjørnsen Zum Stück"Sie kommen, mich abzuholen." Mit diesem Ausruf beginnt und endet das Stück um den merkwürdigen Helden, der seit dem Erscheinen des ersten "Elling"-Romans die Herzen seiner Leser und Zuschauer erobert hat. In der Bearbeitung von Christine Bopp, Stephanie Kunz und Helmut Zhuber kehrt Elling nun dorthin zurück, wo er 1995 im Roman Ausblick auf das Paradies seinen Weg antrat - in eine kleine Wohnung, die er nach dem Tod der Mutter allein bewohnt, ausgestattet mit einem Teleskop und viel Neugier. Rollen und Instrumentierung1 Darsteller 0 Damen | 1 Herren | 0 Nebenrollen | Ein Schauspieler Titel mit ähnlicher Besetzung suchen DekorationenAutoren, Komponisten und ÜbersetzerBearbeitung: Christine Bette Bopp PressestimmenWESTFALENBLATT BIELEFELD | 13.10.2009 | WBAus dem Innenleben eines Sonderlings / Berührend inszeniert von der Detmolder Regisseurin Christel Brüning, spielt Dirk Wittke den Elling. Mit Bravour schlüpft der Schauspieler in die Rolle, hadert, freut, ängstigt sich. Ein 80-minütigwer Monolog, bei dem an keiner Stelle auch nur die Spur von Langeweile aufkommt. Ganz große Kunst auf der kleinen Bühne des GAB-Kulturpunktes in der Paulusstraße. (...) Überragend, wie Dirk Wittke sich auf der Bühne ständig neu entwirft, vor sich und neben sich tritt und dem Publikum überraschende, oft auch durchaus komische Blicke auf Elling auf seinem schmalen Grat zwischen Normalität und Wahnsinn erlaubt. NEUE WESTFÄLISCHE | 07.10.2009 | Kathrin SielkerPsychogramm eines Sonderlings Dirk Wittke schafft es, dass man mit Elling, trotz seines Angst einflößenden Sozialverhaltens trotzdem sympathisiert und das zutiefst Menschliche an diesem Charakter erkennt. Monoton bleibt der Monolog keineswegs. (...) ‚Ausblick auf das Paradies’ wurde schauspielerisch und szenisch in ein faszinierend intimes Psychogramm umgewandelt, das den Premierengästen im Forum an der Paulusstraße offensichtlich unter die Haut ging. BERLINER ZEITUNG | 04.04.2006 | Katja OskampDer Sog der inneren Logik "Ausblick auf das Paradies" - Theater im Plattenbau (...) Helmut Zhuber ist ein guter Schauspieler, der stets genau weiß, was er tut, und einen reichen Fundus an schauspielerischen Mitteln schlau verwaltet. (...) Getrieben vom Wissensdurst wirft er sein Gedankennetz über uns aus, die wir dem naiven Forscher gebannt folgen und geneigt sind, zusammen mit ihm durch die vielen niedlichen Türchen in die pralle Welt des Wahnsinns hinüberzuspazieren. BERLINER MORGENPOST | 04.04.2006 | Katrin PaulyAus Ellings Welt gibt es kein Entkommen Helmut Zhuber packt die Zuschauer von der ersten Sekunde an, hält die Spannung 90 Minuten lang auf höchstem Niveau und zieht uns mit in Ellings Welt. Kein Entkommen, nirgends. Er ist schräg, nicht verrückt, er ist unangenehm, aber nicht abstoßend, komisch, aber nicht lächerlich, höchstens irgendwie peinlich. LANDESZEITUNG FÜR DIE LÜNEBURGER HEIDE | 26.09.2005 | Hans-Martin Koch
Es ist also ein mit Psychologie getränktes Charakterbild, das Thomas Ney in fesselnder Dichte und Präzision darstellt. Gestik, Mimik, Körpersprache, immer ist ein Mensch zu sehen, der sein Entgleisen spürt und doch nicht stoppen kann. Das macht in dem Stoff die tiefe Tragik aus, die durch die komischen Momente nur noch schärfere Konturen erhält. 90 Minuten lang hält Ney die Spannung, die er mit Regisseur Rüdiger Walter Kunze geschickt aufbaut und für die es kaum Effekte braucht. Kunze hat auch die Bühne entworfen und das Drumherum. Etwas Musik als Klammer und zum Ende eine Stimme aus dem Off, viel mehr ist nicht nötig. Der „Ausblick auf das Paradies“, das ist die Freiheit, die Elling zu Haus nicht leben kann. Das ist das Hochhaus, in dem andere Menschen ihren Kampf fechten. Das ist ein Stück, das viel sagt über den schmalen Grat, auf dem sich Normalsein abspielt, und über die vielen Abgründe, die in uns lauern DIE TAGESZEITUNG | 17.11.2004 | Jennifer Neufend
Elling ist ein Voyeur, und der Zuschauer wird es auch. Er nimmt teil an den absurden Ideen des verschrobenen Elling, der zum Beispiel erzählt, dass er bei der Post die Frau von gegenüber gesehen und versucht habe, ihr mit der Zungenspitze ein graues Haar von dem Mantel zu schlecken. Elling ist das Vergrößerungsglas, durch das der Zuschauer in die vermeintlichen Leben anderer blickt. DIE WELT | 16.11.2004 | hell
Wir kennen Elling aus Kino und Theater, aber dieser Elling wagt derlei Blicke aus seinem Leben in andere Leben und Einblicke in seine zarte Kinderseele, daß die 90 Minuten in der Wohnung dieses fremden Mannes tief berühren. Er beobachtet mit einem Teleskop Nachbarn, nicht aus sexuellem Trieb, nein, das würde Elling niemals tun. Elling träumt sich in die Leben der Nachbarn und erträumt sich ihre Geschichten. Ein faszinierender Monolog. HAMBURGER MORGENPOST | 16.11.2004 | Susann Oberacker
(...) lässt uns mit kindlichem Vergnügen teilhaben an seinen Beobachtungen. Zwanghaft lockt es diesen Elling in das Leben der anderen hinein. Was er nicht sieht, füllt er mit seiner Fantasie. (...) unprätentiös und in jedem Moment glaubwürdig. DIE TAGESTHEMEN | 16.11.2004
Eine packende Theaterinszenierung. Enger Raum, eigenwillige Gedankenflüge und ein Darsteller, der dem Publikumsliebling Elling bei aller Komik Unheimlichkeit verleiht. Ein kleines Theaterereignis. DPA | 15.11.2004 | Antje Harders
Beklemmend echt spielte Zhuber den verängstigten Frührentner. Vor vier großen Fenstern mit Blick auf das gegenüberliegende Hochhaus verlor sich Zhuber scheinbar in den wildesten Fantasien und übertraf die Verfilmungen der Romane mit seiner Darstellung an Intensität. NDR - KULTUR | 15.11.2004 | Dagmar Penzlin
Zhubers Elling plaudert, wütet, greint - 90 Minuten lang traurig-komische Einblicke in eine verstörte Seele. Aufführungen02.10.2009 | Forum für Kreativität und Kommunikation, Bielefeld (Premiere) Genre und KatalogKatalog: Schauspiel und Komödie Weitere LinksSERVICEWenn Sie sich anmelden, können Sie bequem weitere Informationen, Textauszüge, Noten etc. zu diesem Titel online bestellen. |
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