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Monolog von Melanie Arns nach dem gleichnamigen Roman der Autorin Zum StückSie ist die Tochter. Die Tochter wird mißbraucht. Die Tochter hat Aids. Die Tochter liebt den Lehrer. Die Tochter hat Bulimie. Die Tochter lebt das falsche Leben. In einem Schrotthaufen von einer Familie. Die Tochter sollte jemand anderes sein. Na wenn schon! – Heul doch! Rollen und Instrumentierung1 Darsteller 1 Damen | 0 Herren | 0 Nebenrollen | Titel mit ähnlicher Besetzung suchen DekorationenAutoren, Komponisten und ÜbersetzerPressestimmenMOSAIK - Das Kulturmagazin, WDR3 | 08.01.2007 | Martin Burkert
Melanie Arns findet in ihrem Erstlingswerk "Heul doch" eine wohldosierte und raffinierte Balance zwischen Humor und Tragik, Wut und Selbstmitleid, Jugendsprache und Karikatur. Der Text ist eigentlich der innere Gedankenstrom einer Person, der in Bielefeld auf drei Schauspielerinnen verteilt ist. Und die spielen ihn hoch präsent. Mit großem Einsatz feuern sie maschinengewehrartig die Salven von banalen Sprüchen, scharfen Worten, ruppigen Sätzen ab (...) Regisseur Michael Heicks hat den Romantext zu einer klaren, schnellen, witzreichen Spielvorlage gekürzt. Küchenrealismus ist vermieden. Gespielt wird in einem Theaterraum, dessen Rückwand mit Unmengen von Klamotten bedeckt ist. Die Schauspielerinnen suhlen sich in diesen Kostümen und legen großes Tempo an den Tag. Fast immer mit Blick ins Publikum wechseln sie zwischen komischen und leidvollen Momenten. Mit knappen Gesten zitieren sie Nebenfiguren, etwa Mutter, Vater oder den türkischen Freund. Jargon imitieren können sie auch (...) Die Theateradaption hält bis zum Schluss die Balance zwischen Aggression und Selbstmitleid, Ironie und Apathie. Dabei tritt keine Schwere auf, aber auch kein schenkelklopfendes Lachen. Das bleibt eher im Hals stecken. "Heul doch" in Bielefeld ist jung und frech, trotzdem nachdenklich und anrührend. Was will man mehr? NEUE WESTFÄLISCHE | 08.01.2007 | Mareike PatockSchrei nach Aufmerksamkeit Uraufführung von Melanie Arns’ Romandebüt "Heul doch" Im Mittelpunkt der gelungenen Inszenierung steht eine junge Frau, die wie ein zusammengesetztes Geschöpf erscheint. Mal ist es ihre innere Stimme, die zum Publikum spricht, mal ist es ein Monolog, den sie führt. Ein anderes Mal betrachtet sie ihr Leben wie eine Fremde gewissermaßen von außen. Heicks versteht es, die drei Seelen, die in der Brust seiner Protagonistin schlummern, eindrücklich in Szene zu setzen. Drei Stimmen, drei Schauspielerinnen: Claudia Mau, Ulrike Müller und Ines Buchmann hauchen der Gepeinigten Leben ein. Und tun das auf so eindringliche und überzeugende Weise, dass man selbst heulen, schreien und um sich schlagen möchte. Aber man tut es nicht, denn Arns’ Stück ist keine reine Tragödie. Es ist ein überspitzter Blick auf die Wirklichkeit, eine Persiflage der Realität. Beschrieben wird dies im ständigen Wechsel von Komik und Tragik, im Nebeneinander von Belanglosem und Abgründigem. Wobei man nie so recht weiß, ob das nun vorsätzlich oder unbeabsichtigt geschieht. (...)Arns’ Stück ist jedoch nicht nur die groteske, traurige und bisweilen sogar poetische Beschreibung einer jungen Frau auf der Suche nach ihrem Platz im Leben. Es ist auch eine schonungslose Demaskierung der deutschen Kleinfamilie. Aufführungen06.01.2007 - 30.06.2007 | Theater Bielefeld (Premiere) 13.05.2007 | Theater Oberhausen (Weitere Aufführung(en)) 14.05.2007 - 30.06.2007 | Theater Oberhausen (Weitere Aufführung(en)) Genre und KatalogKatalog: Schauspiel und Komödie SERVICEWenn Sie sich anmelden, können Sie bequem weitere Informationen, Textauszüge, Noten etc. zu diesem Titel online bestellen. |
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